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ein meisterwerk: mural von uta geub

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Ein Meisterwerk: Mural von Uta Geub


Eines der größten Gemälde der Welt in Sevilla


An Prestige kaum mehr zu übertreffen: Uta Geub, Künsterin aus Sanlucar de Barrameda, hat sich mit einer gigantischen Idee gegen alle Bewerber durchgesetzt: sie darf das Mural für das Instituto Andaluz de Tecnología (IAT) malen, das Anfang Oktober eingeweiht wird, vielleicht sogar im Beisein der Königsfamilie.
 

Mural von Uta Geub

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Am Anfang war eine weiße Wand, 15 x 5 m, und auf dieser wollte das IAT in Sevilla zum 20-jährigen Jubiläum sein Tätigkeitsfeld präsentieren. Das IAT ist ein technisches Zentrum, in dem alle Fäden von Forschung, Entwicklung und Innovation zusammenlaufen. Diese Erkenntnisse können Firmen für ihre Zwecke nutzen. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Bewahrung der Schöpfung, Respekt vor der Natur, und dennoch Modernität und Fortschritt in Technik zu erzielen, möglichst ohne die natürlichen Ressourcen zu zerstören. Wie kann man dies malerisch umsetzen?

Uta hatte eine glorreiche Idee: um auf dieser Wand zur Wirkung zu kommen, sollte ihr Gemälde 7,50 hoch und 3 m breit werden, gigantisch und nicht gerade einfach, so etwas zu realisieren. Das Ganze teilte sie in drei Bereiche ein: Himmel, Erde (bzw. über Wasser), und unter der Erde bzw. unter dem Wasser. Ein Windrad verbindet alle drei Bereiche.

Windenergie ist modern und umweltschonend. So ergießt sich der Wind aus einem Mund aus den Wolken, treibt das Windrad an, das gleichzeitig ein Zahnrad ist, verbunden mit weiteren Zahnrädern. „In unserem Leben greift immer eines ins andere über. Man muss sich dessen bewußt sein: egal, an welchem Rädchen wir drehen, es hat Einfluss auf das große Ganze unserer Schöpfung“, sagt Uta gegenüber Al Paraiso. Sie versteht ihr Kunstwerk als Apell an die Verantwortlichkeit eines jeden einzelnen, das Wunderwerk der Natur zu respektieren.

Uta schafft es, quasi durch eine Lupe zu zeigen, wie Wassertropfen aufgebaut sind, oder die DNA, ein genetischer Code, der jegliche Erbinformation eines Lebewesens in sich trägt. Ob Mensch, Pflanze oder Tier, jeder einzelne ist von der DNA her einzigartig.

„Mich begeistert die Perfektion in der Natur: man betrachte nur einmal ein Schneekristall, ein Spinnenetz, oder die Bienenwaben. Die Natur hat uns alles perfekt vorgemacht. Der Mensch kann bestenfalls die Natur kopieren, um sie mit seiner Technik zu nutzen. Das perfekte Sechseck wiederholt sich in der Technik beispielsweise an einem Schraubenschlüssel.“

Fruchtbarkeit, Weisheit, Fotosynthese: Uta gelingt es, mit wenigen Beispielen wie Olivenbaum, Mais, Weinrebe oder Eule das Wesentliche einzufangen. Eine schwere Kette ist das Bindeglied zu einer Sanduhr am Meeresgrund. „Zeit ist wertvoll, sie hängt an einem dünnen Faden. Der Mensch wird sie nie beeinflussen können. Das oberste Glied der Kette ist ein Magnet, festgesaugt an einem Zahnrad. Angetrieben vom Wind zieht es die Sanduhr aus dem Wasser“.  Jedes Detail in diesem Gemälde ist bewußt gesetzt. Ein Tunnel bedeutet für viele Furcht und Desaster. Er führt aber am Ende auch zum Licht, einem Neuanfang, strahlt Hoffnung aus. Ein Schachbrett steht für Wissen und Strategie, „eine elegante Form, sich mit der Intelligenz von anderen zu messen.“ Ganz unten ist das Magma, der Erdmittelpunkt, aus dem alles entsteht, und ganz oben wacht das Auge Gottes über die Schöfpung.

Dieses Werk ist nicht nur groß, sondern großartig. „So großartig, wie auch die Erde ist. Es gibt nur einen Erdball, auf dem Leben möglich ist. Jeder muss begreifen, dass man hier zu Gast ist“. Das respektvolle Zusammenspiel zwischen Mensch und Erde liegt Uta sehr am Herzen. Damit hat sie auch ins Schwarze des IAT getroffen: auch hier setzt man sich ein für erneuerbare Energien, und versucht, die Firmen zu sozialer Verantwortung zu führen.

Kein Wunder, dass Uta mit diesem Meisterwerk den Wettbewerb gewonnen hat. Sie ist sehr stolz darauf, dass es ihr gelungen ist, eine Brücke zwischen zwei Welten zu bauen, Technik und Kunst, die an sich nicht zusammengehören und in krassem Widerspruch stehen. Kunst ist etwas Sensibles, nicht Meßbares. Doch gerade mit ihrer Kunst hat sie die Technik in etwas Mystisches verwandelt. Uta Geub, die in Spanien seit Jahren einen sehr guten Ruf hat, wird mit diesem großartigen Kunstwerk auch auf internationaler Ebene bald zu den ganz Großen gehören.


Originalartikel als PDF


Artikel von Beatrice Hohler
Herausgeberin des
www.residentenkurier.com

www.alparaiso.com

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